Eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt ist der Weizen. Er steht in einer Reihe mit Mais und Reis. Es ist die am meisten angebaute Getreiderat der Erde. Der Weizen stammt ursprünglich aus Persien, die ältesten Funde in Europa aus dem westlichen Mittelmeerraum. Inzwischen wurde der Weizen durch Züchtungen so weit modifiziert, dass er den enorm anspruchsvollen Anforderungen der westlichen Zivilisation gerecht wird.

Fruchtarten des Weizens

Der Weizen ist ein Süßgras aus der Familie der Poaceae. Es gibt ihn in zwei Fruchtarten, nämlich als Sommer- und als Winterweizen. Der Winterweizen ist wesentlich robuster und erheblich ertragreicher als der Sommerweizen. Der Sommerweizen wird in der Regel nur als Streuprodukt oder als Dünger verwendet.

Reines Weizenkeimöl ist wertvoll

Weizenkeimöl ist teuer in der Herstellung und erfordert ein Vielfaches an Rohstoffen. Mehr als 1 Tonne Weizen ist nötig, um 1 Liter des wertvollen Weizenkeimöls herzustellen. Das Öl wird lediglich aus den Keimen des Weizens gepresst, die Farbe ist dunkelgelb bis rötlichgelb. Weizenkeimöl ist für kosmetische Zwecke häufig mit anderen Ölen vermengt.

Wer Weizenkeimöl-Produkte aus nativem Öl wünscht, muss deshalb genau auf das Kleingedruckte auf der Verpackung achten. Lassen sich keine Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau finden, sollte man zumindest detailliert prüfen, ob das Öl, das aus Weizen des konventionellen Anbaus stammt, hinsichtlich der Pestizide geprüfte Qualität aufweist. Grund hierfür ist, dass Weizenkeimöl ansonsten mit Giftstoffen belastet sein kann.

Verbraucher, die natives Weizenkeimöl wünschen, müssen tiefer in die Tasche greifen. Sie kaufen ein wertvolles Pflanzenöl von sattgelber Farbe, das intensiv nach Getreide riecht und ausgezeichnet bekömmlich ist.

Raffiniertes Weizenkeimöl

Öle, die einem Raffinadeprozess durchlaufen haben, sind sehr hell und riechen kaum. Raffinierte Weizenkeimöle haben allerdings durch den Verarbeitungsprozess große Anteile der Phospholipide, Sterole und Tocopherole verloren. Ganz besonders gut ist Weizenkeimöl haltbar, das mittels CO2 extrahiert wurde. Diese Herstellungsweise soll die Aktivitäten der Enzyme vermindern. Außerdem fallen die oxidativen Prozesse aufgrund des fehlenden Sauerstoffs deutlich geringer aus.

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Inhaltsstoffe des Weizenkeimöls

Weizenkeimöl ist nicht fettreich. Der Ölgehalt liegt um die 10 %. Hauptanteil von Weizenkeimöl sind 60 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren. 88 % davon sind Omega-6-Fettsäuren oder auch Phenolsäuren genannt. Mit einem Anteil von 200-300 mg Vitamin E auf 100 g stellt Weizenkeimöl das Öl mit dem höchsten Vitamin-E-Gehalt überhaupt dar. Eine Besonderheit des Weizenkeimöls ist, dass es eine geringe Oxidationsstabilität aufweist.

Anwendungsgebiete von Weizenkeimöl

Weizenkeimöl findet in mehreren Bereichen Anwendung. Ein wichtiger Bereich liegt in der Hautpflege von schwangeren und entbundenen Frauen. Das Öl verbessert die Elastizität der Haut, was gerade der enorm schnellen Ausdehnung der Haut einer schwangeren Frau Rechnung trägt. Das Haupteinsatzgebiet von Weizenkeimöl liegt im Bereich der Körperpflege.

Die aufpolsternde Wirkung, die Feuchtigkeitsbindung in den Zellen und die Verbesserung der Durchblutung sind Hauptgründe dafür, dass das Öl in Hautpflegeprodukten von Kopf bis Fuß zu finden ist. Auch die Haarpflege spielt eine wichtige Rolle, denn Weizenkeimöl gehört zu den austrocknenden Ölen, die zwar das Haar gut mit Nährstoffen versorgen, aber keine rückfettenden Eigenschaften haben. Der typische fettige Glanz bleibt bei einer Behandlung mit Weizenkeimöl aus.

Weizenkeimöl in der Küche

Auch in der Küche hat Weizenkeimöl einen festen Platz. Weizenkeimöl ist aus der Ernährung nicht wegzudenken, stellt es doch Vitamin E in ausreichender Menge zur Verfügung, was der Körper nicht selbstständig bilden kann. Vitamin E muss von außen zugeführt werden und dazu eignet sich Weizenkeimöl ideal. Schon mit 2-3 Teelöffeln pro Tag kann man dem Körper die notwendigen Menge Vitamin E zuführen, die der Körper benötigt.

Das Weizenkeimöl sorgt dafür, dass freie Radikale im Körper gefangen werden, das Immunsystem gestärkt und Zellen von innen heraus stabilisiert werden. Weizenkeimöl gibt es flüssig in nativer Form in Flaschen abgefüllt, als Nahrungsergänzungsmittel in Weichkapseln oder als Bestandteil fertiger Produkte wie zum Beispiel Shampoos, Cremes oder Massageöl.

Herstellung des Weizenkeimöls

Bezüglich der Herstellung des Weizenkeimöls gibt es zwei verschiedene Verfahren. Bei der Extraktion werden zusätzlich chemische Stoffe verwendet. Die Alternative hierzu ist die Pressung. Die Kaltpressung ist besonders schonend, da keine wichtigen, gesunden Inhaltsstoffe verbrennen können. Das Weizenkeimöl geht bereits unter 160° C in Rauch auf und eignet sich daher nicht zum Braten, sondern eher für Salate oder andere kalte Gerichte.

Insgesamt können drei verschiedene Qualitätsstufen produziert werden. Diese sind „gewöhnliches natives Öl“, „nativ“ und „nativ extra“. Letzteres wird nur mit Zutaten, die der Güteklasse I entsprechen, hergestellt und ist daher auch am kostspieligsten.

Anbau von Weizen

Der Weizen ist eine relativ anspruchsvolle Pflanze und bedarf  größenteils eines freundlichen Klimas und eines nährstoffreichen Bodens. Daneben muss er noch stark bewässert werden. Gesät wird der Weizen im Herbst und entwickelt schnell danach die ersten Blätter. Er ist sehr robust und kann Schäden durch die Witterung ausgleichen und an den entsprechenden Stellen schnell nachwachsen. Auch gegen Frost ist er gefeit: Er hält Temperaturen bis – 20° C aus. Angebaut wird er nahezu überall und ist etwa in Afrika, Asien oder Europa zu finden.

Sein Wachstum beginnt größtenteils im Frühjahr, wo er in die Höhe sprießt und die ersten Blüten bildet. Dies ist jedoch erst der Fall, wenn die Pflanze ausgewachsen ist. Der Weizen befruchtet sich selbst und bildet dann Körner, die zu 60 % aus Stärke bestehen.

Er ist sehr anfällig für Pilzbefall und kann leicht durch angrenzendes Unkraut aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Hierzu werden Pflanzenschutzmittel gesprüht, deren Verwendung stark vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit reguliert wird, damit sie keine negativen Effekte auf die Gesundheit der Konsumenten haben .

Die Ernte findet im Herbst statt und ist durch Mähmaschinen automatisiert.

Darreichungsformen von Weizenkeimöl

Das Weizenkeimöl wird u.a. in Form von Kapseln vertrieben. Bei der Herstellung der Hüllen kann Gelatine verwendet werden, die aus tierischen Produkten besteht. Als Vegetarier sollte man beim Kauf gezielt nach Präparaten fragen, die ohne Gelatine auskommen. Wie oft die Kapseln dann eingenommen werden, kann über die jeweilige Packungsbeilage erfahren werden. Diese Dosis sollte man unter keinen Umständen überschreiten. Außerdem sollte Weieznkeimöl nur als Ergänzung zu einer ohnehin schon gesunden Ernährung beitragen und nie als Ersatz einer solchen fungieren.

Anwenden lassen sich die Kapseln etwa zur Regulation des Cholesterinspiegels und des Blutdrucks. Daneben kann Weizenkeimöl Gefäße stärken. Unterstützend zum Verzehr sollte man für diesen Zweck noch die Haut mit dem Öl einreiben.

Das Weizenkeimöl in seiner ursprünglichen Form wird vor allem fürs Kochen genutzt. So fügt es den Speisen Vitamine, Fettsäuren und Spurenelemente hinzu. Bestenfalls sollte es dabei nativ sein. Ob es das tatsächlich ist, steht auf der Verpackung.

Die Geschichte des Weizens

Der Weizen geht Hand in Hand mit der Geschichte der Menschheit. Als sich die ersten Nomaden  im Nahen Osten niederließen, um Siedlungen zu gründen, bauten sie schon Einkorn oder Emmer, Vorversionen des Weizens, an. Die Bauern ließen die Pflanzen dabei über die Jahre mutieren, damit sie an die verschiedenen Bedingungen angepasst werden konnten und einen höheren Ertrag brachten.

So fand der Weizen von seinen Ursprüngen vor knapp 7000 Jahren seinen Weg nach Europa und ernährte dort schon bald einen Großteil der Bevölkerung. Nach und nach wurden auch die Rezepte für den Genuss der Körner raffinierter. Zu Beginn mischte man die gemahlenen Körner einfach mit Wasser und aß sie so als Brei. Später kochte man den Brei dann im Feuer oder auf Steinen. Durch diesen Vorgang wurde der Weizen auch länger haltbar gemacht.

Erst als der Backofen erfunden wurde und man die Wirkung der Hefe kennenlernte, konnte auch das Brot entwickelt werden. Dies backte man ab 3000 v. Chr. im alten Ägypten, wo es sogar schon die ersten Bäckereien gab. Doch nicht nur als Anteil im Brot nahm der Weizen einen großen Einfluss auf unsere Kultur, sondern auch als wichtige Zutat in Medikamenten und vor allem im Bier wurde er schnell essentiell für das Leben der Europäer. Das Wissen für deren Herstellung wurde vor allem im Mittelalter weit verbreitet. Dies taten damals wandernde Mönche, die im Auftrag Gottes durch Europa reisten.

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